Mauer, Dachstuhl, Holzwurm: Neben dem Blick auf viele beendete und etliche noch ausstehende Projekte standen beim Förderverein Maria Zell jetzt Neuwahlen auf der Tagesordnung der Hauptversammlung.

Nach Begrüßung, Totenehrung und der einstimmigen Wahl von Ortsvorsteherin Meta Staudt zur Versammlungsleiterin gaben bei der Hauptversammlung des Fördervereins für die Wallfahrtskirche Maria Zell die Schriftführerin, der Kassier und der Vorsitzende ihre Rechenschaftberichte über das vergangene Jahr ab.

Schriftführerin Josefine Waidelich berichtete von vier Sitzungen, bei denen es schwerpunktmäßig um Sanierungsarbeiten rund um die Wallfahrtskirche ging. Zudem plante man einige Veranstaltungen wie das Weihnachtskonzert und das Bürgerpicknick. Zurzeit hat der Verein 116 Mitglieder.

Trotz einiger Ausgaben für die Reparatur der Lautsprecher, den Hechinger Kalender, neue Gotteslobe, Prospekte und Renovierungsarbeiten verzeichnete Meinrad Hoch einen passablen Kassenstand. Die Kassenprüfer bescheinigten seine hervorragende Arbeit.

Auf größere bauliche Vorhaben ging Vorsitzender Peter Beck ein. So wurde im vergangenen Jahr die Sanierung der historischen Mauer fertiggestellt. Nach einem Jahr Verzögerung können nun Planungen und Vorbesprechungen zur Sanierung des Dachstuhls und der Holzgewerke in Angriff genommen werden. Erst vor wenigen Tagen wurde durch Einsatz von Gas der Holzwurm aus dem Gehölz des Kirchleins vertrieben. Daraufhin begannen schon die Arbeiten zur Eindeckung des Dachs. Bei dessen Öffnung wurden Schäden am Dachstuhl entdeckt, die behoben werden müssen.

Ebenfalls auf sich warten lässt noch die Erneuerung von Türen und Fensterläden, die Sanierung und Elektrifizierung der Toiletten, die Beleuchtung des Dachstuhls und das Instandsetzen des Torbogens in der Friedhofsmauer. 

Erfreuliches wusste Peter Beck aus Gesprächen mit Stadtpfarrer Gabriel Maiwald zu berichten. So soll Maria Zell wieder in den Fokus der Marienverehrung in der Seelsorgeeinheit gerückt werden. Und das bedeutet: Neben dem Eröffnungsgottesdienst am 1. Mai wird es noch mehr Gottesdienste und Andachten geben.

Wieder gut geklappt hat im vergangenen Jahr der Öffnungsdienst durch die Mitglieder und ebenso die Führung, auch von Gruppen, für über 3.600 Besucher. Ein Aushängeschild ist ebenfalls der Internetauftritt, der erneuert wurde und am 1. Mai vorgestellt werden soll. Veranstaltungen spielen auch in dieser Saison wieder eine Rolle. So hält zum Beispiel der Hechinger Kammermusikzyklus erneut Einzug auf Maria Zell.

Nach den Berichten folgte die einstimmige Entlastung der Vorstandsmannschaft. Ebenfalls jeweils einstimmig gingen die Wahlen vonstatten. Wiedergewählt wurden als stellvertretender Vorsitzender Konrad Steffen-Kohler, als Schriftführerin Josefine Waidelich, als Beisitzer Martin Heinzelmann, Werner Bendix und Klaus Keller und als Kassenprüfer Armin Bendix und Franz Ott.

Abschließend bedankte sich Peter Beck nochmals bei den Öffnungsdiensten, der Hechinger Stadtverwaltung und bei deren Betriebshof, bei den Besuchern und allen, die Maria Zell und den Förderverein unterstützen. Aus den Reihen der Mitglieder gab es dann noch großes Lob für das Engagement, das der Vorsitzende für das Wallfahrtskirchlein seit vielen Jahren aufbringt.


Text und Foto: Christian Steinhilber, erschienen am 16.03.2015 in der Hohenzollerischen Zeitung